Ein persönlicher Reisebericht von Ihrem Reiseberater Peter Ruh
Unter weißen Segeln, getragen vom steten Passatwind, entfaltete sich auf der Star Flyer ein Reiseerlebnis, das mich zutiefst berührt hat. In einer Welt, die sich oft viel zu schnell dreht, schenkt dieser majestätische Viermaster die kostbare Erfahrung von purer Entschleunigung und einer echten, spürbaren Verbundenheit mit dem Meer und der traumhaften Inselwelt der Karibik. Ich habe auf diesem Trip eine für mich komplett neue Reiseform entdeckt!
Die Star Flyer ist eine elegante Viermast-Schonerbark. Mit ihren 16 Segeln und einer Länge von 115 Metern bietet sie Platz für ca. 170 Passagiere. Ihr baugleiches Schwesterschiff ist die Star Clipper, während die majestätische Royal Clipperals 5-Master die Flotte anführt.
Tag 1: Aufbruch von St. Maarten
Meine Reise beginnt im lebendigen Philipsburg auf St. Maarten mit einer spannenden Inseltour. Wenn dann am Abend die Segel zu den epischen Klängen von Vangelis’ „1492: Conquest of Paradise“ gesetzt werden, entsteht ein echter Gänsehautmoment, der den Alltag augenblicklich in weite Ferne rückt. Man spürt das Schiff unter sich arbeiten, während die Lichter der Insel langsam verblassen.
Mein Rat für Sie: Plant unbedingt eine Vorübernachtung auf St. Maarten ein! Ich habe hier wunderbare Hotelempfehlungen für euch parat.
Tag 2: Barbuda – Ein Ort der Stille
Die unberührte Weite und Naturwunder standen heute auf dem Programm. Barbuda, die „kleine Schwester“ von Antigua, gilt als eines der letzten echten Paradiese der Karibik. An den endlosen Sandstränden fühlt man sich fast wie der erste Mensch auf Erden. Auch die Tierwelt ist beeindruckend: Ein Besuch im Fregattvogel-Schutzgebiet lässt einen ehrfürchtig vor der wilden Schönheit der Natur werden. Mich hat diese Insel mit ihrer Ruhe TOTAL begeistert – hier möchte ich definitiv noch einmal meinen Urlaub verbringen!
Meine Strand-Highlights auf Barbuda:
- Der Pink Sand Beach (17-Mile Beach): Dieser fast 28 Kilometer lange Strandabschnitt zieht sich entlang der Westküste. Der Sand schimmert hier tatsächlich zartrosa, was an Millionen mikroskopisch kleiner, rosafarbener Gehäuse von Einzellern (Foraminiferen) liegt, die sich mit dem Korallensand mischen.
- Princess Diana Beach (Access Beach): Benannt nach Lady Di, die hier oft Zuflucht vor Paparazzi suchte. Das Wasser im Süden der Insel ist unglaublich klar und ruhig – fast wie in einem riesigen Swimmingpool.


















Tag 3: Dominica – Die Naturinsel
Weiter ging es nach Dominica. Die Insel empfängt einen mit einem unglaublich üppigen Grün. Bei einer Bootsfahrt im Ruderboot auf dem verwunschenen Indian River (und wer mag, auch bei einer Wanderung durch den Regenwald zu den Trafalgar Falls) zeigt sich die Karibik von ihrer ursprünglichsten, ungezähmten Seite.
Tag 4: Iles des Saintes (Terre de Haut)
Ab heute durften wir uns auf französisches Flair und maritime Romantik freuen. Diese kleine Inselgruppe wirkt wie ein in die Karibik versprengtes Dorf aus der Bretagne! In Terre de Haut blickt man von den pastellfarbenen Häusern auf eine Bucht, die regelmäßig als eine der schönsten Buchten der Welt ausgezeichnet wird. Es ist ein Ort zum Innehalten.
Mein Sightseeing-Tipp: Besucht das Fort Napoléon, das fast fußläufig vom Anlegehafen der Star Clipper liegt. Es bietet nicht nur historische Einblicke, sondern auch einen tollen Kakteengarten voller Leguane und einen Panoramablick bis hinüber zum Vulkan auf Guadeloupe.
Tag 5: Guadeloupe – Zwei Gesichter einer Insel
Dieses faszinierende französische Überseedépartement besticht durch seine Schmetterlingsform. Die beiden „Flügel“ sind durch die schmale Meerenge Rivière Salée getrennt und könnten unterschiedlicher kaum sein:
- Basse-Terre (Der wilde Westen): Vulkanischen Ursprungs und ein Paradies für Wanderer. Hier thront der aktive Vulkan La Soufrière über dichtem Regenwald. Es gibt spektakuläre Wasserfälle wie die Cascade aux Écrevisses und Strände mit goldenem oder schwarzem Sand.
- Grande-Terre (Der sonnige Osten): Im krassen Gegensatz dazu ist dieser Teil flacher und aus Kalkstein. Er ist berühmt für traumhafte, weiße Sandstrände, Korallenriffe und lebhafte Badeorte wie Sainte-Anne. Die Pointe des Châteaux bietet hier dramatische Ausblicke auf die Brandung.
Tag 6: Antigua – Historie und 365 Strände
Mit ihren 365 Stränden bietet die Insel für jeden Moment (und jeden Tag im Jahr) den richtigen Ort. Ein absolutes Highlight ist die historische Kulisse von Nelson’s Dockyard. Diese fast 300 Jahre alte, heute UNESCO-geschützte Werft erzählt leise Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Als einzige weltweit noch in Betrieb befindliche georgianische Werft war sie einst Heimat von Admiral Horatio Nelson und beherbergt heute kleine Museen, luxuriöse Yachten und charmante Cafés.
Tag 7: St. Barts – Der Glanz der Karibik
Kurz vor der Rückkehr taucht man auf St. Barts in die Welt der Schönen und Reichen ein. Doch fernab des mondänen Hafens von Gustavia findet man an den versteckten Buchten immer noch jene Ruhe, die eine Segelreise so besonders macht. Am Nachmittag habe ich mir für euch ein echtes Hotel-Juwel angesehen.
Hotel-Tipp der Spitzenklasse: Cheval Blanc St-Barth Isle de France
Dieses Haus ist eine Ikone des ultra-luxuriösen Barfuß-Chics, eingebettet in die puderweiße Bucht des Flamands Beach. Als einziges Haus in der Karibik mit dem exklusiven „Palace“-Status verkörpert es das absolute Maximum an französischer Art de Vivre.
- Die Welt in „Cheval Blanc Rose“: Schon bei der Ankunft umhüllt einen der diskrete Luxus der LVMH-Gruppe. Das Design ist eine meisterhafte Komposition aus hellem Weiß, warmem Holz und dem charakteristischen zarten Rosa, das sich bis in die Strandtücher zieht.
- Privatsphäre in Perfektion: Ob Garden Suite inmitten tropischer Vegetation oder spektakuläre Beach Suite mit privatem Infinity-Pool – diese Unterkünfte sind absolute Refugien der Stille.
Das Leben an Bord der Star Flyer
Die Star Flyer selbst ist die wahre Seele dieser Reise. Mit maximal 170 Gästen herrscht eine herrlich familiäre, fast private Atmosphäre. In der entspannten Tropical Bar tauscht man barfuß die Erlebnisse des Tages aus. Und wer den Mut hat (und ja, den hatte ich!), klettert gut gesichert in den Mast oder legt sich vorne ins Bugnetz, um das Rauschen der Wellen direkt unter sich zu spüren.
Zurück in St. Maarten bleibt mir nicht nur die tropische Bräune auf der Haut, sondern ein tiefes Gefühl von innerem Frieden – und die wundervolle Gewissheit, dass das Glück manchmal einfach nur ein Windhauch im Segel ist.
Bereit für Ihr eigenes Abenteuer unter weißen Segeln?
Möchtet ihr mehr über die Kabinenkategorien, das Leben an Bord oder die gesamte Familie der Großsegler von Star Clippers erfahren? Ruft mich gerne an oder vereinbart direkt einen Beratungstermin mit mir. Wir finden garantiert die perfekte Route für euren Windjammer-Traum!
Euer Reiseberater,
Peter Ruh vom TUI ReiseCenter am Kollwitzplatz in Berlin